„Wer sich selbst erniedrigt, wird erhöht werden.“ Christus hat seinen Jüngern nicht nur geboten, sich nicht Meister nennen zu lassen und nicht die Ehrenplätze beim Gastmahl zu lieben noch irgendeine andere Ehre, sondern er gab ihnen in eigener Person ein Beispiel und Vorbild der Demut.
Ihm steht allerdings der Titel „Meister“ zu, nicht, weil er ihm gefällt, sondern von Natur aus, denn „in ihm hat alles Bestand“ (Kol 1, 17). Durch seine Menschwerdung hat er uns eine Lehre hinterlassen, die uns alle zum wahren Leben führt. Und da er größer ist als wir, hat er uns „mit Gott versöhnt“ (Röm 5,10). Es ist, als würde er uns sagen: Strebt nicht nach hohen Ehren, wünscht nicht, dass man euch Meister nennt, so wie „ich nicht meine Ehre suche; doch es gibt einen, der sie sucht“ (vgl. Joh 8,50). Richtet eure Augen fest auf mich, „denn der Menschensohn ist nicht gekommen, um sich dienen zu lassen, sondern um zu dienen und sein Leben hinzugeben als Lösegeld für viele“ (Mt 20,28).